Blut hält uns nicht auf

 

Seit Jahrzehnten sehen wir in Print- und TV-Werbung Frauen weisse Badeanzügen tragen, Frauen in weissen Jeans beim reiten und blaue Flüssigkeiten, die von Menstruationsprodukte aufgesogen werden. Bodyform UK hat jetzt aber eine richtige Badass Werbung am Start, die mit der Realität der Menstruation konfrontiert…

Vorschaubild
Blood

The Devil’s Candy – Trailer

 

Künstler Jesse zieht mit seiner Familie in ein grosses Haus auf dem Land und wird alsbald von gutturalen Stimmen verfolgt und malt nur noch satanische Botschaften. Zwischendrin beobachten wir den ehemaligen Hausbewohner Ray dabei, wie er verzweifelt versucht, seine Besessenheit mit lautem Metal und einer Flying V zu vertreiben, was ihm natürlich nicht so richtig gut gelingt und er weiterhin Kinderseelen an den Teufel opfert – the Devils Candy eben… Die Charaktere sind durch die Bank grundsympathisch, inklusive des enorm gruseligen Schurken gespielt von Pruitt Taylor Vince, dessen irres Augenrollen mich schon in Filmen wie Natural Born Killers, Identity, Jacob’s Ladder und Monster wahnsinnig gemacht hat. Der Künstler Jesse, gepielt von Ethan Embry, sieht hingegen aus wie Catweazle. Die etwas altbackene Possession-Story erhält durch den Metal-Spin eine sehr nette Frischzellenkur und überhaupt ist der Soundtrack mit Metallica, Sunn und Slayer schlicht grossartig!

Vorschaubild
THE DEVILS CANDY Trailer (2017) Horror Movie

Chinese beeindruckt mit Yoyo und Diabolo Tricks

 

Wow! Diese Yoyo und Diabolo Tricks, die uns hier ChihHan Chao am Red Bull PAO-Champion 2015 zeigt, sind nicht von schlechten Eltern und doch sehr beeindruckend!

Vorschaubild
Crazy Chinese Yoyo/Diabolo Tricks

Wenn zwei grosse, schwarze Wölfe mit 50 km/h neben deinem Auto herlaufen

 

Am vergangenen Freitag war Rhonda Miller auf einer kanadische Autobahn unterwegs, als sie etwas sichtete, das neben der Strasse rannte. Im ersten Augenblick dachte sie, es sei ein Mann oder ein Bär. Doch ein Bär konnte es auch nicht sein, weil es schlicht die falsche Jahreszeit war. Dann erschien eine weitere bewegte Gestalt. Bei näherer Betrachtung sah Miller das Unerwartete und erkannte, dass es sich um zwei riesige, schwarze Wölfe handelte. Die Frau beschloss, den Tieren für ein paar Minuten zu folgen und sie zu filmen, als sie neben ihrem Fahrzeug liefen…

Vorschaubild
Woman Races Wolves in Car

Der Welt heiligstes Pissoir spielt Händels Messias

 

So soll es sein! Manchmal kann so ein Urinal oder Pissoir scheinen wie ein Geschenk des Himmels. Wie Rocket News 24 berichtet, steht das folgende Pissoir in der Herrentoilette eines Warenhauses in Saitama, Japan. Sobald man dort sein Geschäft erledigt hat und die Spülung betätigt, geht ein himmlisches Licht an und es erklingt das „Halleluja“ aus Händels „Messias“…

Vorschaubild
Toilet blasts the Hallelujah/Halle-loo-jah Chorus when you flush - Holy toilet in Japan [VIDEO]

The Great Wall

 

The Great Wall

20161 h 43 min
Kurzinhalt

Der Film schildert die Geschichte hinter der Entstehung eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Menschheit, der Chinesischen Mauer. Im Mittelpunkt steht eine Truppe britischer Krieger, die zufällig über den Bau der Mauer stolpert. Bald finden sie heraus, dass diese nicht nur dazu dienen soll, die Mongolen abzuwehren, sondern eine viel gefährlichere, unmenschliche Kraft.

Metadaten
Titel The Great Wall
Original Titel The Great Wall
Regisseur Zhang Yimou
Laufzeit 1 h 43 min
Starttermin 16 Dezember 2016
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Nicht so schlecht
Schauspieler
Mit: Matt Damon, Willem Dafoe, Pedro Pascal, Andy Lau, Jing Tian, Zhang Hanyu
Trailer

„The Great Wall“ bekommt das Kunststück fertig zwar ziemlich aufwendig, aber gleichzeitig auch ganz schön billig auszusehen. Besonders das CGI vermag nicht imer zu überzeugen, doch auch die sonstige Ausstattung erinnert oft eher an die 80er, als an einen modernen Blockbuster. Da gingen Anspruch und technische bzw. finanzielle Möglichkeiten arg auseinander. Es ist ein Film, der den Anschein erweckt, als wollte er ursprünglich ein ganz grosses Epos werden. Gereicht hat es am Ende aber nur zu mittelprächtigem Fantasytrash.

Thomas Tull ist wohl einer der aktuell schillerndsten Produzenten Hollywoods – auch weil er zwei Gesichter hat. Da ist einmal der kluge Geschäftsmann, der Beteiligungen an Hits wie „Jurassic World“ herausschlägt, wo er für wenig Arbeit viel Geld bekommt. Und da ist zum anderen der riesige Filmfan, der auch riskantere Projekte durchzieht, weil er sie selbst gerne im Kino sehen will – so gab er Guillermo del Toro freie Hand beim extravaganten Horror-Romantikdrama „Crimson Peak“. Die chinesisch-amerikanische Co-Produktion „The Great Wall“, eine von Tull selbst erdachte Herzensangelegenheit, erscheint auf dem Papier nun als die perfekte Kombination aus Geschäftssinn und Leidenschaft: ein durchaus origineller epischer Stoff, der gleichermassen auf die zwei aktuell bedeutendsten Filmmärkte der Welt, Nordamerika und China, ausgerichtet ist – umgesetzt mit einem Meisterregisseur aus dem Reich der Mitte und einem Schauspielsuperstar aus Hollywood. Die Hoffnungen auf Einspielrekorde in China haben sich beim dortigen Start zwar nicht ganz erfüllt, aber finanziell dürfte die Rechnung bei der 150-Millionen-Dollar-Produktion am Ende trotzdem aufgehen. Und das obwohl Tull, seine Autoren und Regisseur Zhang Yimou (Hero) zuweilen wenig Rücksicht auf westliche Sehgewohnheiten nehmen, was aus hiesiger Perspektive für einige verquere und irritierende Momente sorgt. Aber abgesehen davon – und vorausgesetzt, man kann über ein paar unterdurchschnittliche CGI-Effekte hinwegsehen – bereitet der Fantasy-Actioner dank vieler grossartig-epischer 3D-Massen- und Schlachtszenen jede Menge Spass.

Action und visuelle Reize stehen hier im Vordergrund, entsprechend schnell geht es wie erwähnt gleich zu Beginn schon zur Sache. Die titelgebende Grosse Mauer wird mit ein paar Sätzen und einer illustrierenden Einstellung vorgestellt und nach einer kurzen Einführung trifft auch schon das Söldner-Duo aus fernen Landen an dem imposanten Bauwerk ein, wo sie sogleich der erste Sturmangriff der Taotie erwartet. Wenn dabei mit Speeren bewaffnete Soldatinnen wie an Bungee-Seilen die Mauer herabstürzen, Monster aufspiessen, wieder nach oben geschleudert werden und mit zwei neuen Speeren das Spiel von vorne beginnen, sorgt das schon nach wenigen Minuten für ein frühes Highlight, das nur dadurch beeinträchtigt wird, dass die Taotie (in Deutsch etwa „Fresser“) leider zum Teil nicht sehr überzeugend animiert sind. So gut die Menschenszenen sind, so schwach sind viele der Momente mit den Tausenden Computer-Monstern, die übrigens nicht der Fantasie der Filmemacher entstammen, sondern nach 4000 Jahre alten Darstellungen auf Bronzegefäßen gestaltet wurden. Für den knapp skizzierten erzählerischen Hintergrund der Taotie haben die Macher übrigens auf chinesische Legenden zurückgegriffen, die bereits „Game Of Thrones“ inspiriert haben (auch dort gibt es eine gigantische Mauer, die eine mysteriöse Bedrohung vom Reich fernhalten soll, sowie Wächter, die sich dort für ihr ganzes Leben verpflichten).

Hintergründe und Erklärungen werden generell knapp gehalten, das Setting ist nicht nur zeitlich recht unbestimmt und so bleibt der Fantasy-Weltentwurf in vielen Belangen rudimentär. Es geht immer in hohem Tempo voran und wenn der Regisseur dann doch einmal auf die Bremse tritt, dann sorgt das eher für Irritationen. So ist eine mutwillig hereingequetscht wirkende „Beerdigungsszene“ in diesem erzählerischen Umfeld ein Hemmschuh, der den Rhythmus stört. Und da sie gleichsam aus dem Nichts zu kommen scheint, fehlt ihr auch die emotionale Kraft. Missen möchte man dieses Einsprengsel trotzdem nicht, denn die Szene bietet mit zahlreichen gen Himmel aufsteigenden Lampen den nächsten grandiosen Schauwert. Auch die Darsteller müssen sich dabei dem Spektakel unterordnen. So wird Matt Damon, der für die internationale Vermarktbarkeit sorgen soll, schauspielerisch wenig gefordert. Allerdings ist es eindrucksvoll, wenn er in bester „Tiger & Dragon“-Manier durch die Luft wirbelt und die Monster mit seinen Pfeilen oder einem Speer durchbohrt. Neben dem für ein paar launige Sprüche zuständigen „Game Of Thrones“-Star Pedro Pascal und dem sehr blassen Willem Dafoe („Platoon“), der hauptsächlich die Moral („Gier führt ins Verderben“) der Geschichte verkörpert, sticht vor allem die in ihrer Heimat wegen ihrer angeblichen Beziehung mit einem mächtigen Unternehmer und daraus resultierenden Nepotismus-Vorwürfen sehr kritisch betrachtete Tian Jing („Police Story 2013“) als Lin Mae heraus. Allerdings interessieren sich die Macher insgesamt zu wenig für die Figuren, damit wir wirklich ganzen Herzens mit ihrer mutig in den finalen Kampf ziehenden Anführerin mitfiebern können.

Sechs Autoren werden im Abspann von „The Great Wall“ gelistet, doch weder die simple, dafür aber auch effektiv-geradlinige Story, an der auch „Last Samurai“-Regisseur Edward Zwick mitgewirkt hat, noch Willem Dafoes auf Schlagworte reduzierte Dialogzeilen, die unter anderem von Tony Gilroy (Michael Clayton) stammen, bieten einen wirklichen Grund den Film sehen zu müssen. Die wahren Attraktionen von „The Great Wall“ liegen woanders. Was Regisseur Zhang Yimou hier an epischen Schlachten auffährt, ist beeindruckend und teilweise sogar herausragend. In Hollywood ist es aus Kostengründen längst Usus, dass Massenszenen aus dem Computer stammen. Das hat man zwar immer weiter perfektioniert, doch es ist immer noch eindrucksvoller, wenn wie hier Tausende Statisten aufgeboten werden und echte Menschen die Leinwand füllen. Zhang weiss, was er an diesen Massen an Mitwirkenden hat und wie er sie am besten zur Geltung bringt. Mal lässt er die Kamera genüsslich über das riesige Heer auf der Mauer gleiten, mal ist im gesamten Bildausschnitt nichts anderes zu sehen als unzählige gegen Monster kämpfende Soldaten. Sehr clever ist auch, dass die verschiedenen Wächter-Einheiten – je nach ihren Waffen und Fähigkeiten – farblich voneinander abgehoben sind – das sorgt nicht nur für bessere Übersicht, sondern lässt einzelne Bilder zusätzlich wie 3D-Gemälde wirken.

DBD: Hand Of Hell – The Doomsday Kingdom

 

Am 7. April veröffentlichen „The Doomsday Kingdom“ ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Heute zeigen euch die Doomer um Bassist Leif Edling (Candlemass, Avatarium) mit dem Lyric-Video zu „Hand Of Hell“, einem ein Uptempo-Song, eine neue Seite von sich…

Vorschaubild
THE DOOMSDAY KINGDOM - Hand Of Hell (OFFICIAL LYRIC VIDEO)

Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück

 

Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück

Einmal Wildnis und zurück

20161 h 59 min
Kurzinhalt

Der hochgebildete Ben lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…

Metadaten
Titel Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück
Original Titel Captain Fantastic
Regisseur Matt Ross
Laufzeit 1 h 59 min
Starttermin 2 Juli 2016
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Grandios
Trailer

Regisseur Matt Ross, das muss man ihm lassen, hat die Filme aufmerksam geschaut, die er mit „Captain Fantastic“ imitieren will. Eine Familie, die sich erst seltsam benimmt und ein Kleinbus, in den sie sich alsbald quetschen lässt – die Grundpfeiler eines amerikanischen Independent-Dramas, das auf dem Sundance-Festival, der wichtigsten Plattform für unabhängige Produktionen, grossen Erfolg feierte. Vor zehn Jahren ging „Little Miss Sunshine“ so bei Kritik und Publikum durch die Decke.

Matt Ross, bislang bekannter als Schauspieler (Silicon Valley, American Horror Story), versieht in „Captain Fantastic“ die hinlänglich bekannten Motive der dysfunktionalen Familie einen politischen Dreh. So lässt er seine Aussteigerfamilie beispielsweise auf Weihnachten pfeifen. Statt Jesus‘ Geburtstag wird Noam-Chomsky-Day begangen. Die Kinder tragen Gasmasken und Tierkostüme im Alltag, lassen sich vom Vater schon im zartesten Alter sexuell aufklären und gehen mit Pfeil und Bogen am Strassenrand auf die Jagd. Schon 14-jährig liest der Sohn Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“. Vater Ben geht es um eine protoaufklärerische Heimerziehung. Wenn der Tochter ein Buch gefällt, genügt es ihm nicht, dass die Erzählung sie berührt. Sie soll sich erklären, soll begründen. Ben fordert analytisches, kritisches Denken und will seine Kinder zur Mündigkeit erziehen.

In dieser Konstellation gibt es die Familie – und es gibt den Rest der Welt. Und damit gibt es auch den erzählerischen Grundriss, mit dem sich tragikomisch planen lässt. Der Anlass, aus dem die Familie ihre Enklave verlässt, ist zunächst ein trauriger: Die psychisch kranke Mutter hat sich umgebracht. Nun richten die steinreichen und überaus spiessigen Grosseltern eine Beerdigung in New Mexico aus, die die Verstorbene stets abgelehnt hatte. Wieder dieses Schreckgespenst, die christlich-bürgerliche Zeremonie an sich. In ihrem Testament hatte sie angeordnet, verbrannt und in der nächstliegenden Toilette hinuntergespült zu werden. Um diesem letzten Willen zu entsprechen machen sich Ben die Kinder mitsamt ihrer skurrilen Kostüme auf den weiten Weg. „Hier spricht euer Captain“, so tut es der Vater über die Sprechanlage des Busses kund, bevor er den Motor anlässt.

Nicht umsonst klärt sich der Titel dieses Films genau in jenem Moment, in dem die Reise startet. Der Motor des Kleinbusses ist der Motor der Erzählung. Diese interessiert sich wiederum nicht im Geringsten für den tragischen Anlass der Reise, sondern nur dafür, den klapperigen Kleinbus durch die Staaten tuckern und damit effektvolle Reibungen entlang der kapitalistisch verhärteten amerikanischen Wirklichkeit entstehen zu lassen. Es ist ein weiter Weg bis nach New Mexico und der Omnibus ist selbstverständlich auch nicht der schnellste. Zeit und Okkasionen gibt es also genug, um den ganz besonders herzgewinnenden Eigensinn der Familie auf den Prüfstein zu stellen und entsprechend triumphieren zu lassen. Es ist eine verlogene Welt, die hier passiert wird. Sie präsentiert sich in den McDonald’s-Filialen an den Rändern der durchfahrenden Städte, in den Familiengesprächen am Esstisch der Schwägerin und schliesslich in der scheinheilig weihevollen Aussegnungshalle. Das Problem von „Captain Fantastic“ ist aber weniger das Formelhafte, mit dem die Klischees des amerikanischen Independent-Kinos miteinander multipliziert werden, sondern der unsichere Gebrauch der Formeln selbst. Gleich zu Beginn des Films stellt man sich unweigerlich die Frage, was bei allem Beharren auf den freisinnigen Menschenverstand an der zeremoniellen Feier einer naturgegebenen Mannesgenese aufgeklärter sein soll als an der Geburtstagsfeier des Heilands. Von solchen motivischen Rechenfehlern strotzt der Film: In einem Moment soll man darüber staunen, wie unverblümt der Captain seine Kinder schon im Vorschulalter aufgeklärt hat. Im nächsten soll man darüber lachen, dass der älteste Sohn naiv denkt, nach seinem ersten Kuss dem Mädchen einen Heiratsantrag machen zu müssen.

Viggo Mortensen ist eine gute Wahl für die Rolle des Ben Cash, weil seine Attraktivität etwas Introvertiertes hat. Er spielt einen hochattraktiven Sonderling und bald wird klar, dass vielleicht nicht so sehr die Kinder es sind, die erlöst werden müssen. Es ist der Vater, der aus der Verstockung herausfinden muss. Dass die Reise zu den Eltern von Leslie geht und dass das Ziel ist, den Leichnam der Mutter vor einer Erdbestattung zu retten, lässt erkennen, dass „Captain Fantastic“ auch eine Komödie hätte sein können. Die Alternative zur Komödie wäre ein Ernst, der gerade bei diesen Themen leicht in Kitsch umschlagen könnte. Doch auch das vermeidet Ross. „Captain Fantastic“ kommt am Ende bei einer Haltung an, mit der man zur Not auch Weihnachten feiern könnte. Was auch immer Ross miteinander verrechnet: Das Ergebnis muss immer ein Schmunzeln über die Skurrilitäten der Familie erzeugen. So donnert letztlich auch jeder gesellschaftskritische Impuls, mit dem sich „Captain Fantastic“ abzuheben versucht, ins Leere. Am Ende wünscht man den Kindern einfach nur den Ketchup getränkten Hotdog, den ihnen der Öko-Papa verbietet.

Stray Bullets – Trailer

 

Der Low-Budget-Action-Thriller ist das Kino-Regie-Debüt des 16-jährigen Jack Fassenden, der ebenfalls als Schauspieler beteiligt ist. Die Teenager Connor (Jack Fessenden) und Ash (Asa Spurlock) wollen am Wochenende eigentlich nur den Wohnwagen von Ashs Vater auf Vordermann bringen. Schnell entdecken sie jedoch, dass sich dort drei Verbrecher eingenistet haben… umso schlimmer: drei Verbrecher, die von einem Auftragskiller verfolgt werden. Die Gauner nehmen die beiden Teenager als Geiseln, doch um den grausamen Hitman zu stoppen formt sich bald eine ungewöhnliche Allianz.

Vorschaubild
Stray Bullets Official Trailer 1 (2017) - James Le Gros Movie
Seite 3 von 2.11212345...10...»